08.03.2010
Yvan Muller, Robert Huff und Alain Menu (alle Chevrolet) haben beim WTCC Auftakt in Brasilien im 1. Rennen die Plätze eins bis drei belegt. Polesitter Muller, der im letzten Jahr noch für Seat unterwegs war, kam im 2. Rennen auf den vierten Platz und übernahm mit Gabriele Tarquini, der das 2. Rennen gewann, die WM-Führung.
1. WTCC Rennen in Curitiba:
Im ersten Lauf musste das Safety-Car zwei Runden auf der Strecke bleiben, ehe das Rennen "offiziell" gestartet wurde. Yvan Muller übernahm sofort die Initiative und ließ die Konkurrenten hinter sich. Jordi Gene versuchte zwar am Chevrolet dran zu bleiben, doch der Spanier kam in der Esse de Baixa zu weit von der Ideallinie ab und musste Robert Huff sowie Alain Menu an sich vorbeiziehen lassen.
Nach einem Fehler in der Entrada do Miolo wurde Jordi Gene mit seinem Sseat Leon TDI sogar auf den zehnten Platz durchgereicht. Gabriele Tarquini, Tom Coronel und Norbert Michelisz hatten die gleichen Probleme und verloren auf der nassen Strecke wichtige Zeit. In Runde sechs überholte Coronel aber Augusto Farfus (BMW) und verbesserte sich auf Platz sechs.
Ein paar Runden später schlug Farfus aber zurück und schnappte sich Coronel in der Curva da Vitoria. Im Ziel waren aber Muller, Huff, Menu, Tarquini und Priaulx an der Spitze. Fredy Barth wurde Neunter und war damit bester Fahrer in der "Rookie Challenge". BMW-Privatfahrer Franz Engstler, der einzige deutsche Fahrer im WTCC Feld, wurde 14.
2. WTCC Rennen in Curitiba: Titelverteidiger Tarquini setzte sich im zweiten Lauf vor Gene und Menu durch. Damit sicherte sich der Italiener gemeinsam mit Muller den ersten Platz in der Gesamtwertung. Beide Piloten haben nach den ersten beiden Saisonrennen insgesamt 37 Punkte auf ihrem Konto. "Natürlich bin ich darüber sehr glücklich", erklärte WTCC Champion Tarquini gegenüber Eurosport.
Im Ziel hatten Tarquini und Gene knapp fünf Sekunden Vorsprung vor dem Rest des Feldes. Bester BMW-Pilot war Farfus auf dem sechsten Platz mit über acht Sekunden Rückstand. Auch auf trockener Strecke hatten die Münchner mit ihrem 320si keine Chance gegen Chevrolet und Seat, obwohl Lokalmatador Farfus noch im 1. Freien Training mit Bestzeit überzeugte.
Bester Privatfahrer war Sergio Hernandez (BMW), der im 2. Rennen auf den zehnten Platz kam. Einen Rang dahinter landete Markenkollege Engstler, der sich den elften Platz sicherte. Nach seinem Zusammenstoß im 1. Rennen war Andrej Romanow der einzige Fahrer, der im zweiten Lauf nicht an den Start gehen konnte.
WTCC Fahrer-Wertung, nach 2 von 24 Rennen: 1. Yvan Muller (Frankreich) und Gabriele Tarquini (Italien) beide 37 Pkt.
3. Alain Menu (Schweiz) 30
4. Robert Huff (Großbritannien) 28
5. Jordi Gene (Spanien) 24
6. Augusto Farfus jr. (Brasilien) 16
7. Andy Priaulx (Großbritannien) 10
8. Tiago Monteiro (Portugal) 6
9. Tom Coronel (Niederlande) und Michel Nykjær (Dänemark) beide 4